Nach der Morgenklasse ging O. zum ersten Mal zu einem oft gesehenen Friseurgeschäft, dass kein Ein-Mann-Laden war und von einem Hauch Moderne umweht wurde. Preise waren auch deutlich von außen lesbar. Normaler Haarschnitt 28 Yuan, vom Profi 48 Yuan. Hmmmmmmmmmm .... Ich überlasse es der Phantasie der Leser, für welche Option sich O. entschied.
Zunächst bekam sein schütteres Haupthaar eine Wäsche, Massage und Spülung. Dann wurde es gestutzt, dann nochmal gewaschen und gespült. Das Ergebnis sehen Sie: hier.
Zu Mittag aß O diesmal von feinsten. Reste vom Thanksgiving-Dinner! Das heißt, zwei Truthahnbeinchen mit Nudeln (Natürlich Nudeln!). Die öffentliche Küche verfügt über zwei Gasherde, also konnte O., während die Nudeln im kochenden Wasser lagen, die Beinchen über dem anderen Herd in bisschen rösten.

Und am Abend hieß es Abschied nehmen vom Taiji-Lehrer. Denn diese Woche fand die letzte Stunde satt ..... statt.
O. bat und erhielt die Ehre, dass der Lehrer seinen Namen handschriftlich in sein Tagebuch eintrug. Obendrein gab er ihm noch seine Visitenkarte. Damit wusste O., dass 张天豹 (Dschang Tiänbao) nicht nur im Taiji was drauf hatte, sondern sich mit allerlei verschiedenen Kampftechniken auskannte. Waren am Ende einige der Übungen, die er den Schülern beigebracht hatte, gar nicht Taiji ...?
Neues aus dem Verkehrsfunk: Dumdidum. Straßenausbesserungsarbeiten auf dem Ostcampus dauern an. Als Ärgernis am Rande wurde nun Baumaterial unter dem Hangelgestänge aufgestapelt, an dem O. sich nach seinem Morgensport
doch immer so gerne entlanghangelte. Das muss nun auf unbestimmte Zeit (wahrscheinlich aber einen Monat lang) entfallen.Zum ersten Mal sah O., dass sich eine Lehrkraft in Hinblick auf einen Prüfungstermin umstimmen ließ. Aus irgendeinem Grund war Donnerstag vielen nicht genehm, und so wurde gemeckert, bis Frau Niä entnervt klein beigab! O. verstand beide Seiten nicht. Und schwieg, wie immer, die feige Sau.
Der Donnerstag markierte den bislang kälstesten Tag seit O.s Aufenthalt. Als er am Abend eine kleine Reise unternehmen musste, um etwas von einer Bekannten zu holen, merkte er, dass seine Turnschuhe ihre Grenzen erreicht hatten. Solange er im Freien stand, brachte ihn sogar diese trockene Kälte buchstäblich zum Schlottern. Dass sowohl hin als auch zurück die Busse vor der Nase wegfuhren, und/oder bei fünf Bussen jeweils der ... letzte der richtige war, muss wohl nicht erwähnt werden.
Am Freitag wurde das Zimmer geputzt und Buntwäsche gewaschen. Am Abend gab es eine Light-Version des Heimabends, da nur vier Leute teilnahmen und eher salopp von der Leber weg plauderten.
Als Geistigen Gedanken sahen sie eine kleine Ehrbezeugung an Joseph B. Wirthlin, der nun seiner Frau in das nächste Leben gefolgt ist, um sie dort wieder in die Arme zu schließen.
Seine letzte Ansprache bei einer Generalkonferenz könnte man als Thema in seinen Grabstein meißeln: http://lds.org/conference/talk/display/0,5232,23-1-947-9,00.html .
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